100 Prozent Memmingen!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 

die Jugendorganisation des CRB, der Junge Block, hat Ihnen bereits im Laufe des Jahres 2009 vorgeschlagen, im Stadtrat die Umbenennung des großen Kreisverkehrs im Osten der Stadt beim Kalker Feld zur Diskussion zu stellen. Der Christliche Rathausblock stellte hierzu auch am 21.07.2010 einen Antrag, der jedoch negativ beschieden wurde.
Memmingen, die Stadt der Freiheit und Menschenrechte sollte, nachdem sich die deutsche Wiedervereinigung heuer zum 25. Mal jährt, endlich auch einen „Platz der deutschen Einheit“ erhalten.

Ich beantrage daher, dem Stadtrat in der nächsten Sitzung folgenden Vorschlag zur Diskussion vorzulegen:

Der Stadthallenvorplatz soll in „Platz der Deutschen Einheit“ umbenannt werden. Des Weiteren sollen die Flaggen der 16 deutschen Bundesländer analog dem Fotoanhang über verschiedenfarbige Pflastersteine eingelassen werden. Mit einer Tafel soll das friedliche Wiedererlangen der deutschen Einheit durch den Mut der Bürger und Bürgerinnen der DDR sowie die gewachsene Städtepartnerschaft mit Eisleben gewürdigt werden.

Begründung:

Memmingen, die Stadt der Freiheitsrechte mit der ersten Menschenrechtserklärung weltweit sowie der ersten verfassungsgebenden Versammlung auf deutschem Boden besitzt eine lange Tradition der Freiheit. In dieser Reihe steht die Benennung des Neubauviertels im Memminger Westen als „Berliner Freiheit“. Die deutsche Wiedervereinigung ist beispiellos in der Weltgeschichte und ob ihres friedlichen Ausgangs weltweit vorbildlich. Zudem fanden viele Menschen aus den fünf neuen Bundesländern in der Maustadt eine neue Heimat, analog zu den Bewohnern der ehemaligen ostdeutschen Gebiete. Diesen wird mit eigenen Straßen in Memmingen und ganz in der Nähe des Stadthallenvorplatzes mit einem Gedenkstein würdig gedacht. Nur die deutsche Wiedervereinigung hat bislang –auch im Gegensatz zur europäischen Einigung und der Benennung der Europastraße- nach wie vor keine Würdigung, auch durch die Bezeichnung eines Platzes oder einer Straße gefunden. Der Stadthallenvorplatz ist ein würdiger Ort für das Gedenken an dieses geschichtsträchtiges Ereignis und eine der glücklichsten Stunden unseres Vaterlandes. Des Weiteren könnte die Stadthalle durch eine Umbenennung des Stadthallenvorplatzes eine repräsentative Adresse erhalten. Anstatt der Adresse „Ulmer Straße 5“ könnte sie sich mit der Adresse „Platz der Deutschen Einheit 1“ schmücken und so auch den auswärtigen Besuchern die Weltoffenheit und den hohen Stellenwert der Menschenrechte in Memmingen vor Augen führen. Auch das an manchen Stellen sich in schlechtem Zustand befindliche Pflaster auf dem neuen Platz der Deutschen Einheit könnte jetzt generalsaniert werden.

Ich rege an, die Umbenennung zum 3. Oktober diesen Jahres zu vollziehen und an diesem Tage im Rahmen eines Bürgerfestes feierlich den 25. Jahrestag des Beitritts der fünf neuen Bundesländer zur Bundesrepublik Deutschland zu begehen. Insofern halte ich eine Behandlung in der nächsten Sitzung des Stadtrates für dringend geboten!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mirtsch

 

Deutsche Einheit auch in Memmingen dauerhaft würdigen

Junger Block fordert Platz-Benennung zum 20-jährigen Jubiläum der friedlichen Revolution und anschließender deutscher Einheit

„Zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls und Überwindung der deutschen Teilung sollte Memmingen einen Platz nach diesem großartigen Ereignis benennen“, fordert der Vorsitzende des Jungen Blocks, Thomas Mirtsch. Der Junge Block denkt hierbei an den großen Kreisverkehr an der Münchner Straße im Memminger Osten. Diesen könnte man „ohne großen Aufwand in ‚Platz der Deutschen Einheit‘ oder ‚Bundesplatz‘ benennen“, so Mirtsch. Der Junge Block sieht darin auch an die Freiheitstradition Memmingens, die sich nicht zuletzt in den Bauernartikeln ausdrückt, angeknüpft. 

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