100 Prozent Memmingen!

An die Bayerische Staatsregierung



Betreff: Weihnachtswunsch                                                                  Memmingen, 17.12.2007


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrter Herr Staatsminister Miller, sehr geehrte Frau Staatsministerin Dr. Merk, sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Goppel,

wir vom Jungen Block Memmingen, der Jugendorganisation des Christlichen Rathaus Blocks Memmingen, wollen uns hiermit erlauben, Ihnen unseren Weihnachtswunsch für unsere Heimatstadt Memmingen mitzuteilen.


Wir wünschen uns zutiefst, dass Memmingen endlich Standort einer staatlichen Fachhochschule, Hochschule oder Berufsakademie wird. Memmingen ist eine schöne, wirtschaftlich gesunde Stadt mit hoher Lebensqualität. Leider müssen wir jedoch immer wieder feststellen, dass junge Leute zum Studium die Stadt verlassen – oft leider für immer. Und das, obwohl junge gut ausgebildete Akademiker für eine Stadt wie Memmingen so wichtig wären.

Ob bei den Firmen und Betrieben, in der Stadtpolitik oder bei privatem Engagement, Hochqualifizierte sind heute in hoher Zahl unerlässlich – nicht nur in den Forschungs- Leuchttürmen um München. Ihre Staatsregierung hat das auch erkannt und baut die Hochschullandschaft aus. Nur werden dabei die Fehler der Vergangenheit nicht korrigiert. Einer dieser Fehler und zugleich ein Makel Memmingens ist, dass es bei der Ansiedlung einer Hochschule übergangen worden ist. Und das mit oben beschriebenen Folgen.

Memmingen hat durch seine Randlage bei Entscheidungen des Freistaats schon öfter den Kürzeren gezogen. Manchmal konnte das durch privates oder städtisches Engagement ausgeglichen werden. Bei einer Hochschule geht das aber nicht so leicht. Die Steinbeis Business School Memmingen kann nicht in der Größenordnung einer staatlichen Hochschule ausbilden. Neidisch blicken wir Memminger zu den Hochschulen nach Kempten und Neu-Ulm. Aber noch neidischer macht uns ein Blick nach Baden-Württemberg. Teils kleinere Städte wie Biberach/Riß mit einer Hochschule zeigen uns, dass dort Städte in Randlagen nicht so stiefmütterlich wie Memmingen behandelt werden. Geschweige denn zu sprechen von Ravensburg, Weingarten, Heidenheim oder Aalen.

Sehr geehrte Herr Ministerpräsident, sehr geehrte Frau Staatsministerin, sehr geehrte Herrn Staatsminister, wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahre. Nicht alle Wünsche lassen sich schon in diesem Jahr zu Weihnachten erfüllen. Sollte unser Wunsch hierzu zählen, nehmen Sie ihn in das neue Jahr mit und gehen ihn umso energischer an. Wir freuen uns auch sehr über verspätete Geschenke!

In diesem Sinne grüßt Sie der Junge Block Memmingen.


Thomas Mirtsch
1. Vorsitzender

Die dazugehörige Presseerklärung