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Junger Block drückt Befremden über Prospekt der Stadtinformation aus

 

„Dass wir die Neuauflage des ‚Kleinen Stadtführers’ in der Hand halten müssen, um zu sehen wie grässlich-grau der Kreuzherrnturm einst unsaniert aussah, hätten wir uns nicht denken lassen“, so Michael Tierse vom Jungen Block. Er spielt darauf an, dass sich über fünf Jahre nach der Sanierung im Faltprospekt der Stadtinformation noch immer ein Panoramabild findet, das den Turm von Memmingens jetzigen barocken Aushängeschild im „Urzustand“ zeigt. „Ein unverzeihlicher Fauxpas! Auf diese Weise kann man doch keine Werbung für die Stadt machen“, so Tierse, der jetzt die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe Stadtwerbung innerhalb des Jungen Blocks vorstellte. Vor wenigen Tagen hatte Stadtrat Thomas Kästle auch schon neue Werbematerialien gefordert.

Eine Neuauflage, die nicht das hält, was sie verspricht! Extra aufgedruckt findet sich die Bezeichnung „Neuauflage“ auf dem „Kleinen Stadtführer“, dem neu erschienenen Informationsprospekt der Stadtinformation für Gäste Memmingens. Doch fanden die Mitglieder des Jungen Blocks darin Bilder aus grauer Vorzeit. „Die Sanierungsanstrengungen der letzten Jahre scheinen noch nicht Eingang bei denen gefunden zu haben, die eigentlich für die Stadt werben sollten“, so Tierse. Neben dem Kreuzherrnturm ist das Siebendächerhaus in Jahre alter Aufnahme zu sehen. Rechts neben diesem Baudenkmal ist heute das Verwaltungsgebäude der Siebendächer Baugenossenschaft. Auch das Bild von der Fassadenbemalung an der Kramerzunft weckte beim Jungen Block Zweifel. „Zumindest hätte man das schöner fotografieren können“, so Tierse.

  


Mit weiteren Mitstreitern analysierte er die derzeitige Stadtwerbung Memmingens. Bei einem Faltblatt, das auf dem Allgäu Airport für Tagesbesucher werben soll, entdeckten sie ein Bild des Steuerhauses aus jener Zeit, als die Arkaden im Erdgeschoss noch nicht als Cafe und Goldschmiede genutzt wurden. „Memmingen verkauft sich weit unter Wert und nutzt sein großes Potential nicht“, so das Fazit der Arbeitsgruppe. Dabei könnten die Ankommendem am Flughafen mit professioneller Werbung zu einem Abstecher in die Innenstadt ermuntert werden. Demnächst will der Junge Block ein Strategiepapier für die Stadtwerbung vorlegen.

--> Veröffentlichung im Memminger Kurier am 11. Februar 2008