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Wo bleibt der Realitätsinn, Frau Steiger?


Den Vorschlag von Stadträtin Steiger, die Memminger Synagoge wieder aufzubauen sowie
Jahrmarktsbuden der Würde des Ortes entsprechend umzusetzen, hält der Junge Block für äußerst
verwunderlich und wenig zielführend. "Gerade Frau Steiger sollte doch, in der Immobilienbranche
tätig, ein wenig wirtschaftlichen Sachverstand mitbringen und verstehen, dass eine Stadt die mit
Neuverschuldung zu kämpfen hat, nicht Knall auf Fall mal für zig Millionen Euro eine Synagoge
wieder aufbauen kann", so Harald Miller, stellvertretender Vorsitzender des Jungen Blocks. Die
damaligen Ereignisse seien tragisch gewesen und Geschichte könne nicht vergessen werden. Doch
während die Stadt unter anderem mit der Finanzierung des Neubaus der städtischen Realschule zu
kämpfen habe, sei ein solcher Vorschlag, ohne jegliches Nutzungs- und Finanzierungskonzept,
unverständlich. Zum Vorschlag, die traditionellen Glühwein- und Schnapsbuden am Jahrmarkt
umzusetzen, fiele ihm gleich gar nichts mehr ein, so Miller. "Jahrzehntelang hat das niemand
gestört, warum denn sowas jetzt?". Der Junge Block hält das Konzept, eine Gaststätte "Barfüssers"
sowie ein Hotel zu errichten, für lobens- und unterstützenswert. "Ein Schandfleck am Eingang in
die historische Altstadt kann zum gastlichen Aushängeschild unserer Stadt werden", so Miller. Vor
allem für die jüngere Generation sei trotz aller geschichtlichen Sensibilität die Diskussion
unverständlich. "Manchmal haben wir den Eindruck, Memmingen macht sich selbst das Leben
schwer", so Miller.

--> Pressemitteilung als PDF (68 KB) 

--> Bericht über den Vorschlag von Frau Stadträtin Steiger in der Memminger Zeitung vom 2. September 2010 (300 KB)

--> Veröffentlichung auf Hitradio RT1-Südschwaben (75 KB)